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Kulturbrettl startet mit MÄNNERABEND ins neue Jahr
So
15
Jan
2012
Am Samstag bot das Wegscheider Kulturbrettl seinen Gästen einen „MÄNNERABEND“ im Haus des Gastes. Dabei spricht die Geschichte von Tom vor allem die weiblichen Gäste an. Tom, ein erfolgreicher Geschäftsmann findet bei seiner Rückkehr von einer Geschäftsreise die Wohnung verlassen und voller Umzugskartons vor. Seine Frau hat ihn siebten Jahre soeben verlassen um mit dem italienischen Snowboardlehrer über die Alpen zu wandern. Traumhaft, wie das Künstlerduo Roland Baisch und Michael Schiller die Geschichte in Szene setzen. Da blieb kein Auge trocken. Michael Schiller spielte Tom so überzeugend, dass man mit ihm Mitleid haben musste, wie er Stück für Stück merkte, wie sehr er seine Heike vermisste. Obwohl man aufgrund des Bildes, welches er von Heike zeichnete, nicht verstehen konnte, was er nun eigentlich vermisste. War er doch scheinbar nur Abhängiger seiner Frau, die er zu vergöttern und mit Geschenken zu überschütten hatte. Plötzlich tauchte Roland Baisch mit Stetson und Wachsmantel auf der Bühne auf, als Alter Ego Toms intonierte er Westernsongs, um ihm die gewonnene Freiheit schmackhaft zu machen. Baisch, der auch Autor des Stückes ist, schlüpfte in vielerlei Rollen, denen Tom in seinem Verzweiflung begegneten und die sich meist als ebenfalls geschasste Pantoffelhelden outeten. Eine gelungene Geschichte mit happy end und einem glücklichen Tom, der sich im nachtblaue erleuchteten Konfettiregen über die baldige Rückkehr Heikes freut. Ein gelungener Auftakt des Kulturbrettls, mit einem begeisterten Publikum, das sich bei den Künstlern mit einem langen Applaus bedankte. Jedoch hätte dieser Abend einen vollen Saal verdient, was nicht der Fall war. Beigetragen zu diesem Erfolg hat Tontechniker Michael Mutschler, der meisterhaft Licht und Ton steuerte und damit für die perfekte Stimmung in den Szenen sorgte. Kaum zu glauben, was Mutschler rein mit Lichtsteuerung aus der recht spartanischen Bühnengestaltung machte. Eine Tür, ein paar Stühle, einige Umzugskartons und doch war es einmal Toms Wohnung, dann eine Bar oder ein Fitnesscenter. Ebenso perfekt war der Ton, der jede Silbe bis in die Ecken des Saales trug. Die Technik im Saal des Haus des Gastes ist schon in die Jahre gekommen und reicht für die meisten Veranstaltungen nicht aus, deshalb hat das Kulturbrettl den Aufbau von Licht- und Tontechnik bei der Passauer Firma Burkert in Auftrag gegeben. Alles in Allem muss das Kulturbrettl beim Männerabend kräftig zuschießen, aber Vorsitzender Franz Schuster mein frohgelaunt: „Wir sind kein Sparverein und es gibt auch Veranstaltungen mit Überschuss. Hauptsache wir bieten hochwertige Glanzlichter und dem Publikum gefällt’s!“ Das war sicher der Fall. „Ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht!“ meinte ein Besucher nach dem Männerabend.
Video vom Männerabend in Wegscheid auf YouTube
Autor: Wegscheider Kulturbrettl e.V.
Kulturbrettl bietet neuen Online-Ticket-Service
Di
10
Jan
2012
Erster Einsatz bei der Kultkomödie „Männerabend“
Das Wegscheider Kulturbrettl hat zum Jahreswechsel seine Internetseite www.kulturbrettl.de um das Verkaufsmodul für Online-Tickets erweitert. Damit können Eintrittskarten für die Veranstaltungen des Kulturbrettls sofort online gekauft und selbst ausgedruckt oder per Post bestellt werden. Der Käufer kann sich wahlweise für die sofortige Zahlungsabwicklung über Internet entscheiden. In diesem Fall stehen ihm die Eintrittskarten sofort zur Verfügung. Mit diesem System will das Kulturbrettl den Online-Kartenverkauf noch attraktiver und einfacher gestalten. Immerhin kann damit der Online-Verkauf bis zum Tag vor der Veranstaltung laufen, ein Vorteil für Schnellentschlossene. Schon bisher konnte man Eintrittskarten online bestellen, jedoch dauerte so ein Bestellvorgang bislang mehrere Tage. Nach der Bestellung musste eine Überweisung getätigt werden und erst nach Geldeingang versandte das Kulturbrettl die Karten. Das dauerte nicht nur lange, sondern war auch mir relativ viel Aufwand verbunden. Jedoch zeichnet sich ab, dass der Online-Verkauf mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, deshalb beschloss der Vorsitzende des Kulturbrettl die Zeit zwischen den Weihnachtsfeiertagen zu nutzen und ein neues Online-Ticket-Modul zu programmieren, was für ihn auch von Berufs wegen eine interessante Herausforderung war. Neben der programmtechnischen Abwicklung stellte vor allem die Authentifizierung der Eintrittskarten eine große Aufgabe dar. Schließlich könnte jemand auf den Gedanken kommen, so ein Online-Ticket beliebig oft auszudrucken. Damit diese Kontrolle funktioniert, erhält jede Eintrittskarte einen individuellen Code, der an der Kasse mit Strichcodeloser erfasst wird. Über diesen Strichcode kann die Karte dem Käufer zugeordnet werden. Dafür ist künftig ein Notebook mit Scanner am Saaleingang erforderlich. Wie auf einer Fußgänger-Ampel wird am Bildschirm grün signalisiert, wenn eine Karte zum Eintritt berechtigt und rot, wenn sie ein zweites Mal verwendet oder für eine Andere Veranstaltung erstellt wurde.
Das neue Online-Ticket-System wird schon am kommenden Samstag eingesetzt. Das Kulturbrettl bietet im Haus des Gastes die Kultkomödie „Männerabend“ an, bei der Autor Roland Baisch selbst spielen wird. Ein Bühnenerfolg der sogar „Caveman“ noch toppt. Bis einschließlich Freitag können über den neuen Ticket-Service Eintrittskarten geordert werden. Natürlich gibt es Eintrittskarten weiterhin auch an den Vorverkaufsstellen bei der Passauer Neuen Presse, Schreibwaren Heidenreich und an der Abendkasse.
Der Männerabend ist die erste Veranstaltung des Jahres 2012 und damit auch im neuen Jahres-Kulturticket beinhaltet, das noch bis zum Samstag bei Schreibwaren Heidenreich oder online unter www.kulturbrettl.de erworben werden kann. Das Jahres-Kulturticket umfasst acht Veranstaltungen zu einem enorm reduzierten Eintrittspreis. Ein Service für regelmäßige Gäste, den das Kulturbrettl seit 2009 anbietet.
Autor: Wegscheider Kulturbrettl e.V.
Veranstaltung für Unternehmen und Tourismusbetriebe
Mo
9
Jan
2012
Am Dienstag, den 24.01.2012 findet um 19:30 Uhr im GH Zum Bayerischen Wald (Heinrich Escherich) ein Unternehmertreffen statt. Als Referent wird der Geschäftsführer der IHK Passau, Herr Josef Hochleitner die Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung durch die IHK darstellen. Ebenso wird Bürgermeister Lamperstorfer über die neuesten Entwicklungen der Verkehrs- und Breitbandanbindung, sowie über sonstige Entwicklungen in der Marktgemeinde informieren. vor allem sollen aber auch Anregungen und Vorschläge aus der Versammlung für die weitere Arbeit in der Marktgemeinde mit aufgenommen werden.
Alle interessierten Unternehmer und Unternehmerinnen sowie Tourismustreibende sind dazu herzlich eingeladen.
Autor: S. Stockinger
Winterwanderung auf den Dreisessel
Fr
6
Jan
2012
Eine große Anzahl von Wanderfreunden, bzw. Naturfreunden machte sich am Sylvester erneut zum Dreisessel auf den Weg. Organisiert von Stefan Donaubauer sammelte der Bus die Wanderfreunde bis einschließlich Reischlhof ein, um sie dann-, je nach Ausrüstung beim Adalbert Stifterhaus, Parkplatz Skilift und Hauptparkplatz für die jeweiligen Aktivitäten zu entlassen.
Der Neuschnee vom Tage war nicht für alle gleichermaßen günstig, am meisten freuten sich die Skitourengeher darüber (lockte doch für die Rückkehr eine herrliche Pulverschneeabfahrt) weil die Liftabfahrt wegen der Einstellung des Liftbetriebes nicht mehr präpariert wird. Die Wanderer und Schlittenfahrer hatten dagegen beim Aufstieg mit dem tiefen Geläuf zu kämpfen.
Immer wieder beeindruckend die gefrorenen Bäume, die apokalyptische Szenerie des sterbenden Waldes im Gipfelbereich gepaart mit Nebel und Wind. Der Hüttenwirt hatte das Jagastüberl extra für die Mitglieder der Sektion reserviert, das von den Teilnehmern rasch gefüllt war und eine prächtige Stimmung bei gutem Essen und Jagatee etc. erzeugte.
Die Abfahrt erfolgte bereits in der Dunkelheit, was zu der Erkenntnis führte, im Neuen Jahr die Veranstaltung eine Stunde vorzuziehen um dem gemütlichen Beisammensein größeren Raum zu bieten.
Autor: Bayerischer Waldverein Sektion Wegscheid
Wegscheider Vorweihnacht
Fr
16
Dez
2011
Die Wegscheider Vorweihnacht ist ein liebgewordener Bestandteil im Advent in der Pfarrei, so Pfarrer Heinrich Anzeneder, der sehr viele Besucher am 3. Adventsonntag in der Pfarrkirche St. Johannes begrüßen konnte.
Er dankte dem Vorsitzenden Josef Kronawitter und seinem Helferteam für die Bemühungen des Vereins, das kulturelle Leben in Wegscheid zu bereichern. Den Musikanten dankte er für die Freude, aber auch die Zeit zur Besinnung, die sie den Besuchern mit ihrer Musik in der Vorweihnachtszeit schenkten. Auf dem Kirchplatz spielte das neuformierte Bläserensemble der Marktkapelle Wegscheid unter der Leitung von Thomas Kainberger, dem die Besucher bei Glühwein, von der Sektion ausgeschenkt, gerne zuhörten.
Der Altarraum, mit Kerzen und Tannenreis stimmungsvoll geschmückt, hatten sich die Mitwirkenden der Wegscheider Vorweihnacht plaziert. Zwischen den Musikstücken trug Sonja Reischl gekonnt die Weihnachtslegende in Mundart aus der Feder des Heimatdichters "Ponzauner Wigg" vor. Über eine Stunde klangen erbauliche Klänge in der Pfarrkirche, dazu die bodenständige Wortwahl der Heilsgeschichte, eine gute Komposition, die Besucher auf das nahende Hochfest einzustimmen.
Eine "Intrada" der Bläsergruppe war der Start für die besinnliche Sitzweil. Der "Meraner ’Dreigesang" mit ihren überaus feinen Stimmen u.a. mit "Griaß enk Gott Hiatabuam", sowie der "Vier- Viertel- Viergesang" mit der virtuosen Begleitung an der Harfe von Brigitte Ortemburger, den "Gottsdorfer Manna", begleitet von den Hauptdarstellern der "Gottsdorfer Stallweihnacht" erfreuten die Besucher mit "Bald kimmt die Weihnacht". Die "Oberaigner Stubenmusi" aus Oberösterreich brachte mit ihren Stücken, wie den "Predigt Walzer" Wärme ins Gotteshaus. Mit dem gemeinsam gesungenen "Macht hoch die Tür" schloss die Wegscheider Vorweihnacht 2011.
Autor: Bayerischer Waldverein Sektion Wegscheid
Wegscheider Jahres-Kultur-Ticket 2012
Fr
25
Nov
2011
Das Wegscheider Kulturbrettl bietet für 2012 wieder ein Jahres-Kultur-Ticket an. Dazu wurden in den letzten Wochen eifrig Telefonate mit Künstlern, E-Mails hin und her geschickt und Besprechungen gehalten. Das Ergebnis ist ein Jahresprogramm mit 8 Veranstaltungen, abwechslungsreich und auf hohem Niveau, für die das Jahres-Kultur-Ticket einen sehr ermäßigten Eintritt bietet.
Das Wegscheider Jahres-Kultur-Ticket 2012 gibt es online >> hier <<
Und bei Schreibwaren Heidenreich am Wegscheider Marktplatz.
Der Preis beträgt 89,00 €
Autor: Wegscheider Kulturbrettl e.V.
Stammgäste im Reischlhof für 5 und 25 Mal Urlaubstreue geehrt
Do
27
Okt
2011
Der Reischlhof ist für Hildegard und Peter Plenkers zum Treffpunkt mit Freunden und Erholungsort geworden. Auf dem Programm stehen dann gemeinsame Unternehmungen und gemütliche Abende. Hildegard Peters erwähnt besonders das Wohlfühlgefühl im Reischlhof und die familiäre Atmosphäre in dem 4-Sterne-Haus, das die vielfältigsten Angebote, insbesondere im Wellnessbereich bietet.
Bei einer kleinen Feier wurden für 5maligen Urlaub mitgeehrt:
Anette und Bernd Zohles aus Dietzhölztal, Elke Krämer und Andreas Faust aus Frankfurt a.M., und Anna Norgauer-Dziuba aus Rieden.
2. Bürgermeister Hans Hofmann dankte den Gästen und Familie Reischl im Namen der Gemeinde, Sieglinde Stockinger vom Tourismusbüro Wegscheid bezeichnete die Stammgäste als Perlen und die beste Werbung im Tourismus und Hermann Reischl dankte den Gästen vom Tourismusverein und überreichte vom Haus die sehr beliebte „wachsende“ Reischlhofkerze.
Autor: S. Stockinger
Treue Urlaubsgäste 30 und 50 Mal im Thalerhof
So
23
Okt
2011
Zum 30. Mal kommt Arthur Daum aus Müden und zum 50. Mal Familie Ingrid und Johann Pfeiffer aus Ahrensburg in den Thalerhof nach Wegscheid.
Familie Thaler war eine der ersten Familien im Wegscheider Land, die Urlaub auf dem Bauernhof möglich machten. Angela und Josef Thaler legen besonderen Wert darauf, den Gästen individuelle Wünsche zu erfüllen und dass die Gäste Ruhe finden.
Familie Pfeiffer verbringt ihren Urlaub regelmäßig seit 1976 auf dem Thalerhof.
Ingrid Pfeiffer erzählt von zahlreichen Ausflügen in der Umgebung und dass sehr viel Geld für Einkäufe, wie Mode, Leder, Geschenkartikel ausgegeben wird. Durch Weiterempfehlung kamen auch immerwieder Freunde mit.
Seit vielen Jahren kennen die Pfeiffers auch Arthur Daum, der bereits den 30. Urlaubsaufenthalt im Thalerhof verbuchen kann. Arthur Daum liebt die täglichen Wanderungen durch die Natur. Wie er sagt, spielt das Wetter keine Rolle, wichtig sei ihm die Ruhe. Am Abend findet Arthur Daum das gemütliche Beisammensein, Witze erzählen und den bayerischen Dialekt lernen am Schönsten.
Bürgermeister
Autor: S.Stockinger
Treue Urlaubsgäste in der Pension Hauer, Wegscheid-Gossingerreut
Sa
22
Okt
2011
Besonders gefällt den Kapitzkis die schöne, abwechslungsreiche Landschaft und die Gastfreundschaft der Familie Hauer. Wie Mariandl Kapitzki erzählt, hat man hier trotz der Ruhe die vielfältigsten Möglichkeiten für Ausflüge und Wanderungen. Mit Freunden genießt man dann lustige Spiel- oder Grillabende oder man besucht eines der zahlreichen Gasthäuser mit einer ausgezeichneten Küche.
Bürgermeister
Autor: S. Stockinger
70 Mal Urlaub im Moserhof, Stüblhäuser/Wegscheid - Anlass für Feierstunde
Fr
21
Okt
2011
Barbara und Ernst Degenkolb aus Frankfurt a. M. verbringen zum 70. Mal ihren Urlaub bei Familie Anni und Erwin Moser in Stüblhäuser/Wegscheid. Ein Anlass für eine Feierstunde.
Barbara Degenkolb erzählt, wie sie zum ersten Mal mit ihren Eltern auf den Moserhof kam. Über eine Kleinanzeige in der Abendpost wurde Familie Degenkolb 1971 auf Urlaub auf dem Bauernhof bei Anni und Erwin Moser aufmerksam. Damals waren sie die ersten Urlaubsgäste auf dem Moserhof.
Barbara Degenkolb blickt auf schöne und aufregende Erlebnisse zurück, wie Heuernte, Abenteuer-Radfahrten der Kinder bis hin zu herrlichen Wanderungen, Ausflugsfahrten im Bayer. Wald, nach Tschechien oder in das benachbarte Österreich. Es ist auch die Ruhe und die Herzlichkeit der Menschen, die Barbara und Ernst Degenkolb immerwieder veranlasst, in das schöne Wegscheider Land zu reisen.
3. Bürgermeister Ludwig Fesl dankte für die Urlaubstreue und überreichte eine Urkunde mit dem zur 650 Jahrfeier erschienene Heimatbuch und Bildband von Wegscheid. Dabei stellte Bürgermeister Fesl das besondere Engagement von Familie Moser für die Urlaubsgäste heraus.
Hermann Reischl, Vorsitzender des Tourismusvereins Wegscheid versicherte die stetige Pflege der Wanderwege und Ausflugsziele im Gemeindebereich. Bei den Urlaubsgästen sehr beliebt ist das schon traditionelle Geschenk, nämlich Wegscheider Bienenhonig und davon erhielt Familie Degenkolb eine Großpackung.
Zum Abschluß der Gästeehrung gab Erwin Moser ein Ständchen auf seiner „Steirischen Harmonika“ zum Besten.
Autor: S. Stockinger
Schriftsteller Harald Grill im Grenzstüberl
Sa
15
Okt
2011
Am Freitag, 14. Oktober fand im Gasthaus Grenzstüberl in Meßnerschlägerwaide ein außergewöhnliches Treffen statt. Der Schriftsteller Harald Grill kam auf Einladung des Wegscheider Kulturbrettls zu einer Autorenlesung. Rund 40 Gäste füllten die gemütliche Gaststube beim „Jogl“, wie das Gasthaus auch gerne genannt wird. Vorsitzender Franz Schuster begrüßte die Gästeschar und besonders Harald Grill mit seiner „schärfsten Kritikerin“ Ehefrau Erika. Die Idee, Harald Grill nach Wegscheid einzuladen entstand beim Kinoabend mit dem Regisseur Jürgen Eichinger, der einen Film über den Bayerischen Wald mit Harald Grill gedreht hatte. Dass Grill auf Anfrage die des Kulturbrettls spontan zusagte, freute Franz Schuster besonders. Als Begründung, warum die Wahl auf das Grenzstüberl fiel, nannte Schuster die einmalige Lage an der Grenze und den Umstand, dass es ein Gasthaus für Wandernde ist. Entsprechend heimelig und gemütlich fühlten sich dann auch Autor und Gäste in der mollig warmen Gaststube, während draußen der erste Frost Einzug hielt. Grill berichtete, dass diese Lesung die erste nach einer langen Pause ist, zu der ihn eine Erkrankung gezwungen hatte und erzählte, wie er sich bei den Dreharbeiten mit Eichinger abmühen musste. Grill begann seine Lesung mit Auszügen aus dem Buch „Hochzeit im Dunkeln“, das die Liebesgeschichte seiner Eltern skizziert. Dem Vater, der im Krieg ein Bein lassen musste und nun als Krüppel auf dem elterlichen Hof nicht arbeiten konnte. Die Mutter, ein Flüchtlingskind aus Schlesien, das im Ort einquartiert wurde und dem Kriegsheimkehrer das Herz füllte. Grill malt Bilder in den Kopf, beschreibt die Personen und Szenen, dass sie lebendig werden. Im neuesten Buch „Gehen lernen“ erzählt er von seiner Kindheit und nimmt die gebannten Zuhörer mit seiner lebhaften Vortragsweise mit in seine Kindheitserlebnisse mit den Amis und Kriegsresten, mit dunklen Schulgebäuden und überstrengen Lehrern, zu deren „Herzibobberln“ er nicht gehörte und auch nicht gehören wollte. Schriftsteller wollte er werden und erfüllte sich diesen Wunsch erstmals mit einem Faschingskostüm. Er erzählte, wie er zunächst die Pfarrbücherei „leergelesen“ hatte und dann die Stadtbücherei entdeckte. Als plötzlich ein Handy die Spannung unterbrach, baute er das Klingeln spontan in seine Geschichte ein. Zehn Jahre hatte er an „Gehen lernen“ gearbeitet, das Manuskript immer wieder weggelegt, weil er zu nahe an sich selbst war. Er genießt diese Freiheit, nicht unter Druck arbeiten zu müssen. So wie auch sein Gehen von Langsamkeit geprägt ist. Einem Zeitdruck will er sich auch bei den aktuellen Buchprojkten über seine großen Wanderungen vom Syracus nach Regensburg und vom Nordcup nicht unterwerfen. Gerne will er dann wieder nach Wegscheid zu einer Lesung kommen. Ein Angebot, welches das Kulturbrettl gerne annehmen wird. Tief beeindruckt dankten die Gäste Harald Grill mit einem langen Applaus für seine zweistündige Lesung, die er zu einer unvergesslichen Kurzweil gestaltet hatte.
Autor: Wegscheider Kulturbrettl e.V.
Herbert-Pixner-Projekt im ausverkauften Haiböcksaal
Mi
12
Okt
2011
Ein Augen- und Ohrenschmaus vom Feinsten
Einen Augen- und Ohrenschmaus vom feinsten bot das Wegscheider Kulturbrettl mit dem Herbert-Pixner-Projekt im ausverkauften Haiböcksaal. Das Trio aus Nord-, Ost- und Südtirol spielt traditionelle Volksmusik, viele eigene Kompositionen und große Standards aus Blues und Jazz. Vom Jazz leitet sich auch der Konzerttitel „Bauern-Tschäss“ ab.
Herbert Pixner aus Südtirol hat Musik studiert und brillierte vor allem auf seiner Steirischen, nahm aber oft auch Klarinette, Jazztrompete und Flügelhorn zur Hand. Rhythmus und Lautstärke wechseln. Oft so leise, dass man den Ton kaum noch vernehmen konnte und man beim Fallen einer Stecknadel aufgeschreckt wäre, so konzentriert und gefesselt folgten die Gäste den Melodien.
Werner Unterlercher aus Osttirol ist ein Meister des Kontrabass, oder wie Herbert Pixner es ausdrückte: Der beste Kontrabassist. Der zwar selten mit Soli aufwartet, das gehört zum Schicksal des Kontrabasses, aber trotzdem oder gerade deswegen den Stücken den richtigen Pfiff gab. Spontane Lacher kamen zum Beispiel beim „Blaufahrer“, ein Stück mit überraschenden Tempiwechseln.
Musikalisch wird das Trio von der bildhübschen Katrin Aschaber aus Nordtirol auf der Harfe bereichert. Es ist an sich schon erstaunlich, dass man auf einer Harfe Jazz spielen kann. Wenn es sich dann auch noch klasse anhört, weiß man, welches Können dahinter steckt. So wie er spielt, redet er auch, der Herbert Pixner mit seinem südtiroler Dialekt. Er moderierte den Abend souverän, dabei lustig und absolut kurzweilig. Somit war der brechend volle Haiböcksaal ein angemessenes Publikum für das Herbert-Pixner-Projekt.
Autor: FS



